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Artikel aus der Zeitschrift "Sicherheitsmarkt", Nr. 4, August 1998 Alte Pinakothek München Galerie setzt auf DOME-Kameras |
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Die Alte Pinakothek in München wurde im Zuge der Umbauarbeiten auch sicherheitstechnisch
auf den neuesten Stand gebracht: Alte Alarmtechnik wurde gegen neue ausgetauscht, und zur Unterstützung
des Aufsichtspersonals überwachen nun als zusätzliche Sicherheitseinrichtung High-Speed-DOME-Kameras
die Ausstellungsräume. Die Alte Pinakothek in München wurde nach einer Umbauphase von dreieinhalb Jahren am 23. Juli wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Im Zuge der Umbauarbeiten wurde gleichzeitig das Sicherheitskonzept der Staatsgalerie auf den neuesten technischen Stand gebracht. Die alte Alarmtechnik (Raum- und Bildermeldung, wie sie in Museen üblich sind) wurde gegen Alarmanlagen der neuen Generation ausgetauscht. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme hatten die Verantwortlichen der Alten Pinakothek High-Speed-DOME-Kameras zur Unterstützung des Aufsichtspersonals auf die Wunschliste gesetzt, deren Einsatz das Bayerische Staatliche Hochbauamt denn auch für sinnvoll erachtet und genehmigt hatte. Der Grund: Museen werden nicht nur von Dieben, sondern auch von sogenannten Bilder-Attentätern heimgesucht. Man denke nur an das Attentat auf fünf Gemälde von Albrecht Dürer im Jahre 1988 durch einen Besucher der Alten Pinakothek. Diesem Vandalismus wollte man einen Riegel vorschieben, indem das Aufsichtspersonal durch eine entsprechende Kameraüberwachung wirkungsvoll unterstützt wird. Die guten Erfahrungen, die Kaufhäuser mit dem Einsatz von DOME-Kameras gemacht haben, lenkten den Blick der Sicherheitsstrategen der Alten Pinakothek auf diese Technik. Hinzu kam: Das Gebäude der Alten Pinakothek steht unter Denkmalschutz. Das Gehäuse der Kameras, die zum Einsatz kommen sollten, mußte deshalb so klein sein, daß es in den optischen Rahmen des Gebäudes paßt. Dank des Trends in Richtung Miniaturisierung, der sich in den vergangenen eineinhalb Jahren abgezeichnet hat, sind DOME-Kameras inzwischen so klein geworden, daß sie jetzt auch für solche Anwendungen geeignet sind. Kamera erfaßt fast jeden Winkel DOME-Kameras können 360° im Kreis gefahren werden, das heißt, man kann jeden Winkel eines Raumes durch Drehen oder Scnwenken bildlich erfassen. In der Sicherheitszentrale laufen alle Informationen der videoüberwachten Räume zusammen und werden von hier aus koordiniert. Berührt jemand unbefugt ein Bild, wird sofort Alarm ausgelöst. Die Kamera ist so programmiert, dass sie automatisch auf den Punkt schwenkt, der den Alarm ausgelöst hat. Die Videobilder werden digital gespeichert, so dass diese Aufnahmen für Fahndungsansätze geeignet sind. An dem Ausschreibungsverfahren, das auch vom Staatlichen Hochbauamt durchgeführt wurde, nahmen elf Anbieter teil - unter anderen die IPPI GmbH mit den High-Speed-DOME-Kameras von Panasonic, die schließlich auch das Rennen machte. "Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren neben dem Preis-/Leistungsverhältnis die Verkabelungsart und die Bedienerfreundlichkeit dieser Anlage", meint Franz Bertl, Prokurist der IPPI GmbH, die neben den DOME-Kameras die gesamte Videotechnik geliefert und installiert hat. Über ein Koaxialkabel werden die Kameras gesteuert und die Bildsignale übertragen. Das heißt: Für die Steuerung müssen keine Kabel mehr verlegt werden. Der Errichter hat mithin weniger Arbeitsaufwand und kann die eingesparte Arbeitszeit in Form eines günstigeren Endpreises an seinen Kunden weitergeben. Darüber hinaus kann das System sozusagen mit einem Handgriff (Stecker in die Steckdose stecken) in Betrieb genommen werden. Die Software wird automatisch geladen. Der Errichter braucht keine vorgegebenen Bedienungsschritte einzuhalten. Den gleichen Vorteil genießt der Anwender, wenn beispielsweise das System mangels Strom ausfällt. Die Anlage kann anschließend auf die gleiche einfache Art und Weise wieder in Betrieb genommen werden. Bei Konkurrenzprodukten sind oftmals für die Inbetriebnahme der Anlage Computerkenntnisse erforderlich, weil die Konfiguration über Systemprogramme erfolgt. Die Konfiguration der Panasonic-Zentrale wird menügesteuert ausgeführt. Die Einstellung der Kameraparameter erfolgt ebenfalls digital über die Koaxialleitung bei gleichzeitiger Bildübertragung. Bei den gegebenen Aufnahmesituationen wird der Vorteil einer digitalen Signalverarbeitung bei der Panasonic-Kamera voll ausgeschöpft. Das hier zur Ausführung gelangte DOME-Kamerasystem hatte einen Investionsaufwand von circa 1 Million DM. Als lnstallationszeit wird für ein Projekt dieser Größenordnung von der Planungsphase bis zur Einführung ein halbes bis maximal ein Jahr angesetzt. In diesem Fall läßt sich die lnstallationszeit nicht genau fixieren, da aufgrund der Umbauarbeiten, die zeitgleich durchgeführt wurden, die anderen Gewerke Vorrang hatten. "Wir haben aber immer funktionsfähig und termingerecht geliefert", sagt Bertl nicht ohne Stolz. Auf eine Testphase wurde beim Einsatz dieser Kameras ausnahmsweise verzichtet. Die Kameras waren allerdings während der Bauarbeiten immer eingeschaltet, um erste Erfahrungen zu sammeln. Kurzporträt der Installationsfirma Die IPPI GmbH in München wurde am 1. Februar 1980 von Dipl.-lng. (FH) Friedrich lppi gegründet, der als Geschäftsführer die Geschicke des Unternehmens leitet. lppi war zuvor elf Jahre Prokurist und Leiter des Technischen Büros München der Grundig AG, Geschäftsbereich Elektronik. Das Unternehmen bezog bereits acht Jahre später den Neubau eines firmeneigenen Büro- und Produktionsgebäudes (2.000 qm) in München. Heute beschäftigt es 25 festangestellte Mitarbeiter und zusätzlich freie Mitarbeiter. Das Unternehmen gliedert sich in die Bereiche Vertrieb, kaufmännischer Bereich mit Auftragsabwicklung, Einkauf und Buchhaltung sowie Technik mit Projektierung, Sonderfertigung, Montage und Service. Die Vertriebsleitung liegt in den Händen von Dipl.-lng (FH) Franz Bertl, der Prokura besitzt und zugleich der Vertreter der Geschäftsleitung ist. Bertl ist für den Produktbereich Industrie- und Sicherheitsfernsehen zuständig. Dipl.-lng. (FH) Jörgen Seel zeichnet für den Medienbereich verantwortlich. Im Vertrieb wird die Anlagenplanung durch ein CAD-Rechnersystem vorgenommen und im Auftragsfall von der Projektierungsgruppe übernommen und weiterbearbeitet. Die gesamte Projektierung und Sonderfertigung erfolgt im eigenen Hause. Dadurch können gewünschte Anlagen kurzfristig gebaut werden. Die IPPI GmbH ist unter anderem Stützpunkthändler für Panasonic.
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